Simulieren Verstehen Entscheiden

Szenariosimulation und Produktkalkulation für Finance und Controlling. Ändern Sie eine Annahme, etwa einen Energiepreis, eine Materialkostenlinie oder einen Verkaufspreis, und sehen Sie die finanzielle Wirkung je Produktgruppe.

Für Finance- und Controlling-Teams in der Industrie.

Eine Annahme ändern, die Marge sehen.

Ausgangspunkt sind drei Produktgruppen mit einem jährlichen Deckungsbeitrag von zusammen 100.000.000 €. Erhöhen Sie die Energiekosten je Einheit um 18 %, und der Rechenkern zeigt sofort, was das je Produktgruppe und in Summe bedeutet: einen Effekt von −9.540.000 €, also −9,54 % des Basis-Deckungsbeitrags. Genau diese Rechnung informiert die Entscheidung, ob Sie über den Preis, den Einkauf oder das Produktprogramm gegensteuern.

Illustratives Beispiel

Szenariosimulation auf dem Deckungsbeitrag

Verändern Sie eine Annahme und sehen Sie sofort die Wirkung auf den Deckungsbeitrag, je Produktgruppe und in Summe.

Erfundene Beispielwerte, keine Verbindung zu einem ERP-System. Der Rechenkern ist deterministisch: gleiche Eingaben ergeben immer dasselbe Ergebnis.

Annahmen (Kostentreiber)

Beispiel-Szenarien
+18 %
0 %
0 %

Ergebnis: Basis → Szenario

Effekt p. a.

−9,54 Mio. €

−9,54 %

Deckungsbeitrag Basis p. a.
100 Mio. €
Deckungsbeitrag Szenario p. a.
90,46 Mio. €

Deckungsbeitrag p. a. Marge

  • Produktgruppe A ausgewogen
    Basis 36 Mio. € 30,0 %
    Szenario 33,84 Mio. € 28,2 %

    Effekt p. a. −2,16 Mio. €

  • Produktgruppe B energieintensiv
    Basis 28 Mio. € 29,2 %
    Szenario 22,24 Mio. € 23,2 %

    Effekt p. a. −5,76 Mio. €

  • Produktgruppe C materialintensiv
    Basis 36 Mio. € 25,0 %
    Szenario 34,38 Mio. € 23,9 %

    Effekt p. a. −1,62 Mio. €

Szenario-Zusammenfassung

Bei Energiekosten +18 %, Materialkosten 0 % und Verkaufspreis 0 % verändert sich der jährliche Deckungsbeitrag um −9,54 Mio. € (−9,54 % gegenüber der Basis).

Rechengrundlage einblenden: Ausgangsdaten, Rechenweg, Nenner

Abgrenzung dieses Beispiels: gerechnet wird der Deckungsbeitrag, also Verkaufspreis minus variable Kosten je Einheit, mal Menge. Fixkosten und Gemeinkosten sind hier nicht enthalten, das Ergebnis ist also eine Veränderung des Deckungsbeitrags, nicht des Gewinns. Im Produkt wird auf Vollkosten gerechnet; dieses Beispiel bleibt bewusst auf den Deckungsbeitrag beschränkt, weil er die Kennzahl ist, auf die produzierende Unternehmen steuern.

Feste Annahmen
  • Die Absatzmenge bleibt konstant, auch wenn Sie den Verkaufspreis verändern. Das Modell enthält keine Nachfragereaktion, eine Preiserhöhung verbessert das Ergebnis hier deshalb immer.
  • Fertigungslohn und sonstige variable Kosten je Einheit bleiben unverändert; nur Energie, Material und Verkaufspreis sind Regler.
  • Energie und Material sind Kosten je Einheit: Preis und Verbrauch sind zu einer Größe zusammengefasst.
  • Alle Beträge in Euro. Werte je Einheit, Mengen und Effekte pro Jahr.

Die Ergebniskarten oben sind auf zwei Nachkommastellen in Millionen gerundet (33,84 Mio. € steht für 33.840.000 €). In dieser Rechengrundlage steht überall der exakte Betrag.

Ausgangsdaten (Basis)

Alle Kostenangaben je Einheit; Menge in Stück pro Jahr.

Produktgruppe Verkaufspreis Material Energie Fertigungslohn Sonstige Variable Kosten DB/Einheit Menge p. a.
Produktgruppe A 100,00 € 40,00 € 10,00 € 15,00 € 5,00 € 70,00 € 30,00 € 1.200.000
Produktgruppe B 120,00 € 30,00 € 40,00 € 10,00 € 5,00 € 85,00 € 35,00 € 800.000
Produktgruppe C 80,00 € 45,00 € 5,00 € 8,00 € 2,00 € 60,00 € 20,00 € 1.800.000
Rechenweg: Produktgruppe B

Beispielhaft für eine Gruppe durchgerechnet: Gruppe B ist am energieintensivsten, dort ist der Treiber am deutlichsten sichtbar. Die anderen Gruppen folgen derselben Rechnung.

  1. Variable Kosten Basis je Einheit 30,00 € + 40,00 € + 10,00 € + 5,00 € = 85,00 €
  2. Deckungsbeitrag Basis je Einheit 120,00 € − 85,00 € = 35,00 € 29,2 % vom Basis-Verkaufspreis
  3. Energiekosten je Einheit im Szenario 40,00 € × (1 + 18 %) = 47,20 €
  4. Materialkosten je Einheit im Szenario 30,00 € × (1 + 0 %) = 30,00 €
  5. Fertigungslohn + Sonstige (unverändert) 10,00 € + 5,00 € = 15,00 €
  6. Variable Kosten Szenario je Einheit 30,00 € + 47,20 € + 15,00 € = 92,20 €
  7. Verkaufspreis im Szenario 120,00 € × (1 + 0 %) = 120,00 €
  8. Deckungsbeitrag Szenario je Einheit 120,00 € − 92,20 € = 27,80 € 23,2 % vom Szenario-Verkaufspreis
  9. Veränderung je Einheit 27,80 € − 35,00 € = −7,20 €
  10. Deckungsbeitrag Basis p. a. (mal Menge) 35,00 € × 800.000 = 28.000.000 €
  11. Deckungsbeitrag Szenario p. a. (mal Menge) 27,80 € × 800.000 = 22.240.000 €
  12. Effekt pro Jahr (mal Menge) −7,20 € × 800.000 = −5.760.000 €
Von der Einheit zur Jahressumme

Die Ergebniskarten oben zeigen Jahressummen. Hier steht die Brücke dorthin: Deckungsbeitrag je Einheit mal Menge ergibt den Deckungsbeitrag pro Jahr. Jede Gruppe wird gleich gerechnet, die Jahreswerte werden addiert; es gibt keine Zwischenverrechnung zwischen den Gruppen.

Produktgruppe DB/Einheit Basis DB/Einheit Szenario Veränderung je Einheit Menge p. a. DB Basis p. a. DB Szenario p. a. Effekt p. a.
Produktgruppe A 30,00 € 28,20 € −1,80 € 1.200.000 36.000.000 € 33.840.000 € −2.160.000 €
Produktgruppe B 35,00 € 27,80 € −7,20 € 800.000 28.000.000 € 22.240.000 € −5.760.000 €
Produktgruppe C 20,00 € 19,10 € −0,90 € 1.800.000 36.000.000 € 34.380.000 € −1.620.000 €
Summe aller Produktgruppen 100.000.000 € 90.460.000 € −9.540.000 €
Welcher Prozentsatz wovon

Auf dieser Seite stehen drei verschiedene Prozentsätze mit drei verschiedenen Nennern. Hier stehen sie ausgeschrieben (Beispielwerte aus Gruppe B).

Marge Basis = Deckungsbeitrag Basis ÷ Verkaufspreis Basis
35,00 € ÷ 120,00 € = 29,2 %
Marge Szenario = Deckungsbeitrag Szenario ÷ Verkaufspreis Szenario – der Nenner wandert mit, sobald Sie den Preisregler bewegen
27,80 € ÷ 120,00 € = 23,2 %
Effekt in Prozent = Effekt p. a. ÷ Deckungsbeitrag Basis p. a. (alle Gruppen)
−9.540.000 € ÷ 100.000.000 € = −9,54 %

Wofür Finance und Controlling everio nutzen.

Produktkalkulation

Vollkosten und Deckungsbeitrag je Produkt und Produktgruppe nachvollziehbar aufbauen, in Minuten statt in Tagen.

Was-wäre-wenn auf Kostentreibern

Energie, Material oder Preis verändern und die Margenwirkung in Sekunden beziffern.

Margenbrücke

In Sekunden zeigen, welcher Treiber die Marge zwischen Basis und Szenario bewegt und um wie viel.

Forecast- und Planungsunterstützung

Szenarien für Forecast und Planung in Minuten durchrechnen, so oft wie nötig, ohne Ihr Planungswerkzeug zu ersetzen.

Die Daten sind da. Die Verbindung entsteht im Projekt.

  1. Daten

    Daten anbinden

    Im Einführungsprojekt binden wir Ihr bestehendes ERP über vorhandene Schnittstellen an und überführen die Daten in ein nutzbares Modell.

  2. Treiber

    Annahmen festlegen

    Energie, Material, Preis und Menge werden als Kostentreiber sichtbar gemacht und bleiben veränderbar, nicht im Modell versteckt.

  3. Rechnen

    Deterministisch rechnen

    Der Rechenkern berechnet Deckungsbeitrag und Produktkosten. Gleiche Eingaben, gleiche Zahl – reproduzierbar.

  4. Ergebnis

    Ergebnisse vergleichen

    Basis gegen Szenario, je Produktgruppe und in Summe, als Antwort auf Ihre Frage. Jede Zahl bleibt bis zur Quelle nachvollziehbar.

Aufbau

Belegbar bis zur Quelle

  • Jede Kennzahl lässt sich bis zur Berechnung und zur Quelle zurückverfolgen.
  • Annahmen sind sichtbar und veränderbar, nicht im Modell versteckt.
  • Logik und Rechenweg bleiben einsehbar, auch für die Revision.

Deterministischer Rechenkern

  • Die KI interpretiert Ihre Frage und formuliert die Antwort; gerechnet wird deterministisch im Modell.
  • Gleiche Eingaben, gleiche Zahl – jederzeit reproduzierbar; die Annahmen jeder Rechnung bleiben prüfbar.
  • Die Ergebnisqualität hängt an der Datenqualität: was hineingeht, bestimmt, was herauskommt.

Kein ERP-Ersatz

  • everio ersetzt weder ERP noch BI noch Ihr Planungswerkzeug. Es legt sich darüber.
  • Angebunden wird über bestehende Schnittstellen: Lesezugriff genügt, zurückgeschrieben wird nichts. Auf Wunsch läuft everio vollständig in Ihrer Umgebung.
  • Der Anschluss und das Modell entstehen in einem echten Einführungsprojekt, gemeinsam mit Ihrem Team.

Von der Anbindung bis zur ersten Rechnung.

Was Sie bekommen

Schnelle Iterationen auf Szenariorechnungen: Sie sehen jederzeit, wie sich Produktkosten und Margen zusammensetzen, und was eine Preisänderung auf Produktebene bewirkt. Gerechnet wird auf Ihren Zahlen, angebunden an Ihr bestehendes ERP.

Der erste Schritt

Wir starten mit einem Gespräch über Ihre Datenstruktur: welche Systeme im Einsatz sind und wie Produktgruppen, Preise und Kostenbestandteile bei Ihnen abgebildet sind. Daraus leiten wir gemeinsam ab, was der erste Anwendungsfall braucht. Vorbereiten müssen Sie dafür nichts.

Wie wir arbeiten

Als junges Team arbeiten wir im Full Service: direkter Draht zu den Gründern, kurze Wege statt Ticketsystem und ein Modell, das wir auf Ihre Unternehmenslogik zuschneiden, statt Sie in ein Standardschema zu zwingen.

Die Märkte verändern sich täglich. Ihre Kostenbasis auch.

+12,9 %
Energie-Erzeugerpreise Eurozone, gegenüber Vorjahr Eurostat, 07/2026
10
EZB-Zinsänderungen seit 06/2024, vom Senken zum Anheben EZB
~16 %
EUR/USD-Schwankung in 2025 (1,02 → 1,18) EZB
52
Höchster VIX-Schlusskurs, April 2025 CBOE

Ein Team aus Corporate Finance, Vertrieb und Data Engineering – mit Erfahrung aus Industrie und Kapitalmarkt.

Stephan Schnitzer
CEO
Corporate Finance und M&A; Investment Banking und Industrie.
Agatha Klosa
Head of Sales
Kapitalmarkt und institutioneller Vertrieb.
Max Ufer
Technical Advisor
10+ Jahre Software- und Data-Engineering.
Marvin Sotirovic
Advisor
Head of Data & Analytics bei einem DAX-40-Unternehmen.

Gebaut von Expertinnen und Experten aus

  • WHU
  • Lazard
  • Jefferies
  • Bosch
  • Columbia Business School
  • RBC
  • BNP Paribas
  • Universität Göttingen

FAQ

Antworten auf die Fragen, die in Erstgesprächen am häufigsten kommen. Was hier fehlt, beantworten wir direkt.
Ja. Wir modellieren einen ersten Anwendungsfall auf Ihren Daten, und Sie sehen die Szenariorechnung an Ihren eigenen Zahlen. Für den Start genügen Produktgruppen, Preise, Kostenbestandteile und Mengen.
Für einen ersten Anwendungsfall reichen Produktgruppen, Preise, variable Kostenbestandteile und Mengen. Für tiefere Fälle mehr: der Umfang wächst mit der Frage, nicht mit dem Produkt.
Gemeinsam. everio wird in einem Einführungsprojekt an Ihr bestehendes ERP angebunden; wir bauen das Modell, Ihr Team bringt Datenkenntnis ein, die Annahmen validieren wir zusammen.
Nein, und es ersetzt Ihre Dashboards auch nicht. BI zeigt, was war; everio rechnet, was eine geänderte Annahme bedeutet, und liefert die Antwort auf Ihre Frage. Das ergänzt Ihr Reporting, es verdrängt es nicht.
Die KI interpretiert Ihre Frage und formuliert die Antwort; gerechnet wird im Modell. Die Zahlen stammen damit aus Ihren Daten und der hinterlegten Kalkulationslogik, nicht aus dem Sprachmodell. Dieselben Eingaben ergeben immer dasselbe Ergebnis. Prüfen sollten Sie, ob die Frage so verstanden wurde, wie Sie sie gemeint haben: Die Annahmen jeder Rechnung sind einsehbar. Wie gut die Ergebnisse sind, hängt an der Datenqualität.
Nein. ERP, BI und Planungswerkzeuge bleiben. everio bindet sich über bestehende Schnittstellen an – keine Datenmigration, kein Rip-and-Replace, aber ein echtes Einführungsprojekt, das den Anschluss und das Modell aufbaut.
Über einen eng gefassten ersten Anwendungsfall mit vorab vereinbarten Erfolgskriterien. Sie sehen die Rechnung an Ihren eigenen Zahlen und entscheiden auf dieser Grundlage.
On-Premise oder in der Cloud: beides ist möglich. Für Finanz- und Kostendaten empfehlen wir On-Premise: everio läuft dann vollständig in Ihrer Umgebung, Ihre Daten verlassen sie nicht, und es ist kein externer KI-Dienst beteiligt. everio liest über bestehende Schnittstellen; nötig ist ein Lesezugriff auf die relevanten Daten, geschrieben wird nicht zurück. Welche Schnittstellen das konkret sind, klären wir im Einführungsprojekt; die Systemlandschaft ist in jedem Unternehmen anders.